Bildungsblockaden abbauen!
Montag, den 16. November 2009 um 11:34 Uhr

Jusos befürworten Bildungsstreik

Überfüllte Hörsäle, verschulte Bachelorstudiengänge und fehlende Masterstudienplätze und das ganze auch noch für 500 pro Semester: Diese katastrophale Situation an den deutschen Hochschulen sorgt derzeit für einen Sturm der Entrüstung und des Protests unter den Studenten. Diese Woche wurden in 37 Universitäten Hörsäle und Seminarräume besetzt. Auch in den Schulen ist die Bildungssituation nicht zufriedenstellender: Die Unterrichtsversorgung ist mangelhaft, es fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Das Turboabitur in 8 Jahren übt zusätzlichen Druck auf die Schülerinnen und Schüler aus. Eine geforderte Ausweitung der Gesamtschulen, eine Schulform, die sich in den Jahren mehrfach bewährt hat, wird von der Landesregierung konsequent abgeblockt. Und mit ca. 150 Euro für Lernmittel pro Schuljahr müssen die Eltern schon in der Schulzeit für eine gute Bildung ihrer Kinder aufkommen. Doch eine gute und vor allem kostenlose Ausbildung ist die Grundlage für den späteren Lebensweg. Bildung ist ein Menschenrecht und keine Wahre!

Wir wollen eine gerechte und vor allem kostenlose Bildungspolitik. Wir fordern von der niedersächsischen Landesregierung eine sofortige Abschaffung der Studiengebühren, eine Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit und ausreichende Unterrichtsversorgung an den Schulen. Massenveranstaltungen in den Universitäten sowie mangelnde Unterrichtsversorgung in den Schulen müssen der Vergangenheit angehören. Die Schul- und Studienzeit tragen maßgeblich zu Entwicklung und Ausprägung der Persönlichkeit junger Menschen bei. Daher bedarf es einer Reform des G8 Abiturs und des Bolognaprozesses.

Wir unterstützen die bundesweite Bildungsstreikwoche vom 16. bis zum 21. November und fordern alle SchülerInnen und StudentInnen auf, sich für ihre Rechte einzusetzen. Bringt euch aktiv in diesen Veränderungsprozess ein und helft mit, eine gerechte Bildungspolitik zu gestaltet.

 
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