Eltern haben sich durchgesetzt
Donnerstag, den 01. Oktober 2009 um 19:34 Uhr

Jusos begrüßen breite Zustimmung für das Projekt IGS Eversburg

Mit einer überwältigenden Mehrheit haben die Osnabrücker Eltern gezeigt, wozu basisdemokratische Mitbestimmung einer Gemeinschaft in der Lage ist. Mit mehr als doppelt so viel wie benötigten Stimmen haben die Erziehungsberechtigten den Weg für die Integrative Gesamtschule (IGS) am heutigen Schulzentrum Eversburg freigemacht und das "bürgerliche" Lager der Ratsfraktion in die Schranken gewiesen.

Seit Monaten hatten CDU und FDP versucht, Stimmung zu machen - gegen Integration, gegen fortschrittliches Lernen, gegen eine offene und konfessionsübergreifende Bildungsstruktur. In Osnabrück steht "Landesvater" Wulff mit seiner gesamtschulfeindlichen Politik damit auf verlorenem Posten - die ewig Gestrigen sind gescheitert und die Bevölkerung hat den Verantwortlichen eine neue Richtung vorgegeben: Weg vom bildungspolitischen Kastensystem, hin zu einer offenen, kindgerechten Erziehung und Ausbildung!

Ein großer Schritt in die richtige Richtung ist nun getan, die Eltern haben ihre Aufgabe erfüllt, ihre Verantwortung wahrgenommen und einen eindeutigen Willen formuliert.

Nun liegt es an der Landesschulbehörde, diesem rasch und unabhängig von politischer Einflussnahme seitens der Landesregierung zu folgen und eine IGS in Eversburg zu genehmigen.

"Es gibt nun keine stichhaltigen Argumente mehr gegen eine weitere Gesamtschule in Osnabrück", betont Lasse Thorwesten aus dem Vorstand der Jusos Osnabrück-Stadt. Auch die CDU und mit ihr Bildungsministerin Heister-Neumann müssen "endlich ihre bildungspolitischen Scheuklappen gegenüber der Gesamtschule ablegen und dem Elternwillen in ganz Niedersachsen mit einem vereinfachten Genehmigungsverfahren nachkommen" fordern auch die beiden Sprecher Katia Schnellecke und Florian Unverfehrt.

Die Zeit der Ideologie geladenen Bildungspolitik aus dem 19. Jh. muss nun endlich enden und durch eine pragmatische Umsetzung des Eltern- und Schülerwillens ersetzt werden.

Der lange Atem von Oberbürgermeister Pistorius in der Sache hat sich am Ende also ausgezahlt - zum Wohle der Kinder und der Vielfalt des Bildungsstandortes Osnabrück.

Wir Jusos möchten uns recht herzlich bei allen Eltern bedanken, die sich nicht durch eine dritte Befragung haben entmutigen lassen und eindrucksvoll demonstriert haben, dass Engagement und Anteilnahme noch einen Platz in unserer Stadt haben.

 
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