Jusos legen in 4 Stunden 400 Atomkraftwerke still
Montag, den 11. April 2011 um 19:50 Uhr

Aktion der Jusos Osnabrück-Land und Stadt für den Ausstieg aus der Atomkraft.

Am vergangenen Samstag haben die Jusos aus dem Landkreis und der Stadt Osnabrück mit einer gemeinsamen Aktion in der Osnabrücker Fußgängerzone auf den aus ihrer Sicht dringend erforderlichen Atomausstieg aufmerksam gemacht. Für ihre Aktion auf dem Nikolaiort haben die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in 4 Stunden 400 essbare Atomkraftwerke aus Schaumküssen, Erfrischungsstäbchen und Butterkeksen gebastelt. Die Kraftwerke wurden an die interessierten Passantinnen und Passanten verteilt, die herzhaft zubissen und die Atomkraftwerke so auf ihre eigene Weise stilllegten.

Schon vor Monaten als gemeinsame Aktion anlässlich des 25. Jahrestages des Reaktorunglücks von Tschernobyl am 26. April 1986 geplant, sahen sich die Jusos durch die aktuellen Ereignisse in Ihrer kritischen Haltung gegenüber der Atomkraft gestärkt. Daniel Schweer, Vorsitzender der Jusos im Landkreis Osn-abrück sagte zur Aktion: „Die tragischen Geschehnisse in Japan zeigen, dass bei der Verwendung von Kernenergie große Risiken bestehen und unvorhersehba-re Ereignisse jederzeit, auch in einem Hochtechnologieland, eintreten können.“

Die Jusos fordern daher einen schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien und hoffen, dass der breite gesellschaftliche Konsens für einen Ausstieg aus der Kernenergie zügig umgesetzt wird. Nach der Sicherheitsüberprüfung der Atomkraftwerke dürfe es keine geringere Alternative als ein Zurück zum rot-grünen Atomausstieg geben. Aber nicht nur die Gefahren durch den Betrieb der Atomkraftwerke sind das Argument der Jusos gegen die Kernenergie, son-dern auch die bis heute nicht gelöste Endlagerfrage. Diese Gründe bekräftigten die Jungpolitiker und Jungpolitikerinnen in ihrer Forderung nach einem schnellstmöglichen Atomausstieg.
Dieser Ansicht waren auch die vielen Menschen in Osnabrück, die die Aktion begeistert aufgenommen haben und symbolisch ein Atomkraftwerk stilllegten. „Wir freuen uns, dass die Menschen in Osnabrück, genau wie wir, für einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie sind“, stellt der Vorsitzende der Jusos in der Stadt, Tiemo Wölken, abschließend fest.

 

 

 

 
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