Energiepolitik: „Netzausbau muss Priorität haben“ - Matthias Groote zu Gast bei den Jusos Osnabrück
Freitag, den 02. Dezember 2011 um 13:53 Uhr

„Erneuerbare Energien in Europa: Erzeugung und Versorgungssicherheit im europäischen Netz“ - so lautete der Titel der Veranstaltung, zu der die Osnabrücker Jusos jetzt den Europaabgeordneten Matthias Groote eingeladen hatten. Rund 40 Teilnehmer – Mitglieder der SPD-Jugendorganisation sowie interessierte Gäste – waren der Einladung in die Lagerhalle gefolgt und diskutierten mit Groote über die Frage der Versorgungssicherheit.

 

Für Groote ist klar, dass der Netzausbau in Deutschland und Europa Priorität haben muss. „Daher bin ich froh, dass die Kommission eine neue Verordnung (KOM(2011) 658 endg.) vorgelegt hat, die die Planungszeiten reduziert und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld sicherstellt“, so Groote. Der Vorschlag sieht außerdem vor, dass wichtige Strom-Netzausbauprojekte, die rund 140 Milliarden Euro kosten werden, von der Europäischen Union mitfinanziert werden. Ein weiteres Problem sieht Groote im Bereich der Stromspeichertechnologien. Hier seien weitere Anstrengungen nötig, um den dezentral erzeugten Strom aus regenerativen Energiequellen zwischenspeichern zu können.
„Die Frage der Energiepolitik ist immer auch eine soziale Frage, weil Strom von allen Menschen genutzt wird und daher der Strompreuis nicht ins Unermessliche steigen darf“, so Tiemo Wölken, Vorsitzender der Osnabrücker Jusos. Diese Frage bewegte auch viele Zuhörer. „Energie muss bezahlbar bleiben. Dies ist für mich ein zentraler Punkt. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Strom aus Erneuerbaren Energien den Strompreis nicht unbezahlbar macht“, so Groote.

 
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