„Flegelhaftes Verhalten“ – Osnabrücker Jusos wehren sich gegen Voß
Montag, den 29. Juni 2009 um 21:47 Uhr
„Die haltlosen Vorwürfe sind lediglich ein erneutes Beispiel für die flegelhafte Arroganz, mit der sich einige in der Jungen Union (JU) auf Kosten der Kinder in Osnabrück profilieren wollen“, kritisierte Florian Unverfehrt von den Osnabrücker Jusos eine Pressemitteilung der CDU-Nachwuchsorganisation scharf.
Darin behauptete der JU-Vorsitzende und CDU-Ratsherr Till Olaf Voß, Entscheidungen der Landesregierung in Bezug auf die Integrierte Gesamtschule in Eversburg würden durch Oberbürgermeister Pistorius (SPD) vorsätzlich unterschlagen. „Diese an den Haaren herbeigezogene Unterstellung wurde in der für Voß typischen Art natürlich ohne irgendeinen Beleg getätigt“, so Florian weiter. Selbst der CDU-Kreisverband wollte die Meldung der JU bekanntlich nicht kommentieren.

Bedauerlicherweise stellt Voß ausschließlich seine eigene ideologische Verbrämtheit zur Schau, wenn es um die Zukunftschancen der jüngeren Generation geht. Bildungspolitische Argumente und sachliche Bedenken gegen eine Gesamtschule fehlten bislang stets.

Nach Überzeugung der Jusos dokumentieren die hohen Anmeldungszahlen an der Gesamtschule Schinkel erneut eindrucksvoll den Elternwillen. Die gleichzeitig fehlenden Kapazitäten im Schinkel verlangten zwangsläufig nach einer weiteren Gesamtschule im Stadtbereich. Denn Osnabrück steht hier nicht nur in der Pflicht der Eltern, sondern auch in Konkurrenz zu anderen Städten.

Außerdem denke man an den Osnabrücker Bildungsstreik zurück, der erst vor wenigen Wochen mit rund 2500 jungen Menschen stattfand. Dort wurde auch der Schülerwille für ein gerechteres, die Chancengleichheit förderndes Bildungssystem artikuliert. „Diesen sehen wir am besten durch eine Gesamtschule verwirklicht“, erklärt Florian. Wer wie Voß anderer Auffassung sei, müsse sich schon die Mühe machen, in die Sachargumentation einzusteigen. Nur platte Floskeln sind einfach zu wenig.

Die Notwendigkeit von echten Verbesserungen im Schulsystem liege laut Jusos auf der Hand. Eine sachlich geführte Diskussion sind wir nicht nur unserer, sondern auch den folgenden Generation schuldig - nicht zuletzt aufgrund der miserablen PISA-Ergebnisse.

Das zu Recht als ‚polemisch’ bezeichnete Verhalten von Voß, immerhin CDU-Ratsmitglied im Schulausschuss, fällt damit auf die gesamte Osnabrücker CDU zurück.

 

 

 
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