Jusos begrüßen erneuten Anlauf für eine IGS in Eversburg
Samstag, den 29. August 2009 um 21:10 Uhr
Wir Jusos in Osnabrück begrüßen den Schritt der Stadtverwaltung zu einer erneuten Elternbefragung. Die Integrative Gesamtschule in Eversburg wird, wie vor 30 Jahren bereits die Gesamtschule Schinkel, die Osnabrücker Schullandschaft bereichern. Sie ist ein entscheidender Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit des Standorts Osnabrück gegenüber anderen Städten in der Region.

So wundert es umso mehr, dass die Landesregierung und die Landesschulverwaltung hier nicht ihren Beitrag dazu leisten. Stattdessen lehnte diese eine Errichtung unter fadenscheinigen Gründen ab. Dies ist angesichts harter Fakten abstrus:

Eine Gesamtschule in Eversburg ist aus finanzieller und städteplanerischer Perspektive die beste Lösung für den Osnabrücker Westen. Hinzu kommt, dass diese Schulform ein zukunftweisendes und international etabliertes Konzept ist. Das alte, aus dem 19. Jh. stammende dreigliedrige Schulsystem hat seine Zweckmäßigkeit aus schulpolitischer, finanzieller und pädagogischer Sicht verloren und ist vor allem nicht mehr in der Lage, für soziale Gerechtigkeit in der Bildung zu sorgen. Wir Jusos können und wollen dies nicht hinnehmen. Jedem Kind, unabhängig vom Elternhaus und Herkunft, muss es in Deutschland möglich sein, eine individuelle Förder- und Forderung zu erhalten.

Hinzu kommt der Elternwille. In beiden vorangegangenen Befragungen entschieden sich deutlich genug Eltern für die Einführung einer Gesamtschule, so dass problemlos fünfzügige Jahrgänge möglich gewesen wären. Die Anmeldezahlen an der Gesamtschule Schinkel bestätigten dies mit 150 Ablehnung erneut.

 

 
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