Jusos Osnabrück besuchen den Gestapo-Keller im Osnabrücker Schloss
Montag, den 01. Dezember 2008 um 22:04 Uhr
Im Rahmen unseres neuen Projekts gegen Rechtsradikalismus und rechte Propaganda besuchten wir Jusos in Osnabrück am Samstag den 29.11.08 die Gedenkstätte Gestapo-Keller im hiesigen Schloss.

Marianne Semnet, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte, Genossin und Trägerin der Bürgermedaille der Stadt Osnabrück, führte uns durch die noch verbliebenen Räumlichkeiten des ehemaligen Gestapo-Kellers. Teils als Zeitzeugin, teils aber auch aus ihrer Familiengeschichte berichtend vermittelte uns Marianne sowohl die typischen Osnabrücker Besonderheiten in der NS-Zeit, als auch das tägliche Leben in einer sozialdemokratisch-kommunistischen Familie während des „Dritten Reiches“.

So erfuhren wir - was vielen aus dem eher Ereignis orientierten Geschichtsunterricht der Schule verborgen blieb - , dass es, neben den Anhängern der NSDAP teils noch heute stadtbekannter Osnabrücker Familien, auch einen Osnabrücker Widerstand gegen die Diktatur gegeben hat.

Konsequent ergab sich nach dieser Führung für uns der Schluss, dass diese Einrichtung weiter bestehen, gar durch besseren Rückhalt in und Förderung durch die Stadt weiter gestärkt werden muss.

Für uns bleiben als Mahnung Mariannes Wortes, die sie stets zum Abschied an die Besuchergruppen richtet:

„Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!“

 
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