Jusos zweifeln an der "Gartenshow"
Samstag, den 12. Mai 2007 um 01:00 Uhr

Die Osnabrücker Jungsozialisten (Jusos) äußern sich mit großen Zweifeln gegenüber der BUGA Planung der Stadt und stellen sich so auf die Seite ihres Oberbürgermeisterkandidaten Boris Pistorius. Dieser hatte am vergangenen Dienstag in den Haushaltberatungen eine Finanzzusage des Landes Niedersachsen bis Mitte 2006 eingefordert und andernfalls angekündigt seiner Fraktion und der SPD den Ausstieg aus den BUGA noch vor der Kommunalwahl zu empfehlen.

 

„Aus der Sicht der Jusos geht diese Vorgehensweise völlig in Ordnung!“ erklären Matthias Sommer und Anne Molls für den Vorstand. „Wir wollen keine „Gartenshow“ auf Kosten der bisher vielfältigen sozialen und kulturellen Projekte in Osnabrück!“ Allein die bisher ausgegeben und für das kommende Jahr geplanten Gelder würden ausreichen, eine Kinderkommission und das Kinderbüro wieder einzusetzen, die Stelle in der Mädchenbetreuung wieder einzurichten, die Gemeinschaftszentren finanziell wieder auf einen gesunden Boden zu stellen und den Hort Klecks am Schölerberg zu erhalten. „Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Wir wollen, dass Osnabrück andere Prioritäten setzt. Bei der Schaffung zukunftsgerechter Angebote für junge Menschen und junge Familien wird es nicht um eine Großveranstaltung, sondern um weiche Standortfaktoren wie der Kinderbetreuung gehen!“ Die Jusos haben auch große Zweifel daran, dass durch die BUGA tatsächlich langfristig Wirtschaftskraft und somit Arbeitsplätze im Stadtgebiet entstehen, da die Projekte alle europaweit ausgeschrieben werden müssen. „Wenn wir 200 Mio. Euro hätten und diese in weiche Standortfaktoren in Osnabrück investieren würden, entstünden zum Beispiel Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung, junge Familien würden sich ansiedeln, ein Eigenheim bauen und die lokale Wirtschaft stärken!“, erklären Sommer und Molls gemeinsam. „Wir finden die Haltung des OB-Kandidaten für richtungsweisend und vernünftig, weil sie finanziellen Schaden von unserer Stadt abwenden kann und damit Lebensqualität langfristig sichern wird, weil sich Osnabrück dann nicht mit einem Alleingang über unsere Verhältnisse verschuldet.“, so die Juso-Sprecher abschließend. 

 
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